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"Wo der Mensch die
Natur in Würde sterben
lässt, stirbt er selbst eines
Tages unwürdig."

 

Der Matreier Kreis bringt gemeinsam mit der Otto Koenig Gesellschaft jedes Jahr eine Publikation zum jeweiligen Tagungsthema heraus. Vor allem die älteren Bände sind leider meist vergriffen. Die aktuellen und noch erhältlichen Bände können Sie über Online Händler beziehen. Folgen Sie einfach den entsprechenden Links.

 

buch sym2Gleichheit und Ungleichheit, Symmetrie und Asymmetrie

Das Thema „Gleichheit und Ungleichheit“ ist in ungewöhnlichem Maße sowohl zeitlos als auch aktuell. Im historischen Rückblick dürften allerdings Pendelbewegungen zwischen diesen beiden Polen der politischen und kulturellen Gestaltung erkennbar sein und den Normalfall bilden. Darüber hinaus ist auch der naturwissenschaftliche Ansatz vielversprechend, weil hier eine präzise und empirisch gehaltvolle Verwendung der Begriffe zu erwarten ist. Als zweites Begriffspaar haben die Matreier Gespräche sich deshalb mit dem Gegensatz „Symmetrie und Asymmetrie“ befasst: Symmetrie scheint eine „Ordnung des Lebendigen“ beziehungsweise eine Systembedingung der Evolution sein. So reichen die Tagungsbeiträge von grundlegenden mathematischen Überlegungen, Symmetrien und Symmetriebrechungen in der Physik und (sozio)-biologischen Aufrissen über theologische Reflexionen und psychoanalytische Überlegungen bis hin zu rechtlich-moralischem Nachdenken. Die große und spannende Bandbreite wird erweitert durch Betrachtungen zum aktuellen Stand der sozialen Ungleichheit, über eine kunsttheoretische Spurensuche, eine geographisch-volkskundliche Veranschaulichung sowie literaturwissenschaftliche und semiotische Ergänzungen und pädagogisch-vergleichende Überblicke.

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book enhanceEnhancement: oder die Verbesserung des Menschen: Die zweite Evolution?

Unter dem Schlagwort Enhancement (Verbesserung, Erhöhung, Steigerung) verbirgt sich die alte Sehnsucht des Menschen nach Perfektionierung seines Menschseins und seiner Welt. Sie scheint inzwischen eine neue Qualität erreicht zu haben, so dass manchmal schon die Rede davon ist, dass der Mensch nun die Evolution selbst "in die Hand" genommen habe und die "erste Evolution" der Natur durch eine "zweite Evolution" der Kultur nicht nur ergänzt, sondern sogar gänzlich ersetzt worden sei. Die Bandbreite wissenschaftlicher Zugänge zu diesem Thema ist ungewöhnlich groß, so dass nahezu alle der bei den Matreier Gesprächen vertretenen Disziplinen einen eigenen Zugang zu diesem Thema finden konnten.

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book religionenReligion Natürliches Phänomen oder kulturelles Relikt?

Das scheinbar zeitlose Thema Religion gewinnt seit einigen Jahrzehnten deutlich an öffentlicher Aufmerksamkeit. Religion ist nicht, wie noch von vielen Aufklärern und Religionskritikern des 19. und 20. Jahrhunderts vorausgesagt (oder erhofft), ab- oder ausgestorben. Nein, Religion als kulturelles Phänomen verändert sich laufend und lebt gleichwohl in Form ihrer konkreten Sprach- und Traditionsspiele weiter. Dabei ist die Diskussion darüber oft gefährlich polemisch. Die Gretchenfrage des Faust provoziert Bekenntnisse. Aber Wissenschaft will Erkenntnisse. Ihrem Anspruch nach ging es der wissenschaftlichen Tagung des Matreier Kreises im Dezember 2010 genau um eine freie und öffentliche Prüfung der vielen Aussagen über Religion und damit um Kritik im Sinne Kants: nicht um Kritisieren im Sinne einer Religionskritik, sondern um Hinterfragung der darin erhobenen impliziten Geltungsansprüche.

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buch darwin2Über das Entstehen und die Endlichkeit physischer Prozesse, biologischer Arten und menschlicher Kulturen

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buch wiederholungWiederholungen: Von Wellengängen und Reprisen der Kulturentwicklung

Unsere Meinung über Wiederholungen schwankt zwischen langweilig und notwendig. Der Referateband der 34. Matreier Gespräche diskutiert Wiederholungen als grundsätzliches Natur- und Kulturphänomen, fragt nach Strukturen und der Funktion solcher Rückgriffe. Der Bogen spannt sich von alltäglichen individuellen Verhaltensroutinen bis hin zu kollektiven (Teil-)Reproduktionen früherer Entwicklungszustände, wie sie z.B. in Modewellen sichtbar werden.

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book kulturethoKulturethologie zwischen Analyse und Prognose

Viele beklagen, dass die Geisteswissenschaften in ihrer gesellschaftlichen und inner-universitären Bedeutung inzwischen weit hinter die Natur- und Technikwissenschaften zurückgefallen sind. Als ein Grund gilt, dass den Geisteswissenschaften der Ruch bloßer Rückwärtsgewandtheit anhaftet. Aus Geschichte und Kultur abgeleitete Erklärungsmodelle seien meist nur Selbstzweck, ohne sie auch prognostisch weiterzudenken. Die "Matreier Gespräche" 2007 versuchen daher einen Brückenschlag: mit den in der biologischen Evolutionsforschung erkannten Verlaufsgesetzlichkeiten auch Kulturprozesse zu interpretieren und nun zu prüfen, ob sich daraus ebenso Zukunftsprognosen gewinnen lassen.

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book zeitGemessene Zeit – Gefühlte Zeit

"Zeit" ist ein unerschöpfliches Thema seit der frühen griechischen Philosophie. Die hier publizierten Matreier Gespräche 2004 greifen es auf unter dem Eindruck einer gegenwärtig auffälligen Diskrepanz: einerseits immer noch fortschreitende Akzeleration (vgl. Verkehrstechnik, Internet, Sport), andererseits Retardierungssehnsüchte (vgl. neue Begriffe wie "Entschleunigung"). Allgemein ist Zeit der Grundfaktor der "Kulturethologie", die in den 1970er Jahren der Wiener Verhaltensforscher Prof. Otto Koenig als neue Wissenschaftsperspektive begründete, um Erkenntnisse der biologischen Evolution auch für die Interpretation kultureller Entwicklungen fruchtbar zu machen.

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book raumRaum – Heimat – fremde und vertraute Welt.

Entwicklungstrends der quantitativen und qualitativen Raumansprüche des Menschen und das Problem der Nachhaltigkeit

Mehr denn je stellt das 20./21. Jahrhundert den kleinen Menschen vor die Unendlichkeit des Weltalls. Raum wird von ihm in großen Dimensionsunterschieden wahrgenommen zwischen Heimat, Globalität und World-Wide-Web, zwischen Minimalisierung (vgl. Nanochemie, Chips), extremer Distanz (vgl. Astrophysik), zum Teil ferner Herkunft von Migranten und, religiös gedeutet, dem heiligen Himmel. Wie können wir, die wir evolutiv und kulturgeschichtlich eher mit überschaubaren Handlungs- und Beharrungsräumen vertraut sind, uns darin noch zurechtfinden? Nachdem die "Matreier Gespräche" 2004 Phänomene der Akzeleration, Retardierung und subjektiven Zeitempfindung untersuchten, thematisierte die Folgetagung 2005 nun Verlaufsformen der qualitativen und quantitativen Raumansprüche des Menschen.

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